Montag, 25. Juli 2011

WB: Bernhard Uphus wird 60

Zwischen Pferd und Fußball

Herzebrock-Clarholz (dm). Ein Verein lebt von seinen ehrenamtlichen Helfern. Im Kreis Gütersloh gibt es viele solcher Menschen, doch Bernhard Uphus ist mit seinem jahrzehntelangen Einsatz etwas ganz Besonderes. Heute feiert das Clarholzer Urgestein seinen 60. Geburtstag.
Schon die Leistungen beim TSV Victoria Clarholz beeindrucken. Seit 1962 ist Uphus Mitglied und leitet seit 1982 die Fußballabteilung. Doch die immer gut gelaunte Legende, die seit 1994 bei TSV-Partien als Mannschaftsbetreuer der »Ersten« seine Jungs versorgt, hat noch eine zweite große Leidenschaft: den Reitsport. Seit 1964 ist er dem RV Clarholz-Lette angehörig und zudem seit 1970 Geschäftsführer - davor war er schon drei Jahre lang Jugendwart.
Wenn Uphus auf seine Vereinslaufbahn zurückblickt, erinnert er sich an zwei Ereignisse besonders gern. Zum einen den Reithallenbau 1971 und die Erweiterung 1989 sowie andererseits die Renovierung des TSV-Sportheims im Jahr 1995. »Das waren Projekte, die wir mit viel Eigenleistung gestemmt haben. Aber auch die Aufstiege der Fußballer waren schön.«
Bernhard Uphus ist der älteste des »Uphus-Dreiecks« und sozusagen eine Kombination seiner Brüder: Norbert ist Fußballabteilungsleiter bei SW Marienfeld, Hubert ist Richter im heimischen Reitsport.

Testspiel: SC Peckeloh - Victoria 6:1 (3:0)

TSV: Kemper - Walthart, Topp (46. Kretschmer), Gözsüz, Ewerszumrode (46. Reuter) - Dundar (60. Wessel), Grunwald - Biegel (46. Heß), Dickbertel (15. Deitert) - Dreichel, Otte (46. Junker)

Tore: 1:0.(23.), 2:0.(40.), 3:0.(43.), 4:0.(48.), 5:0.(60./FE), 6:0.(64.), 6:1.Dreichel (70.)
Gelbrote Karte: Kemper (60.)

Neue Westfälische
Eine deftige Klatsche für den Landesligisten beim Bezirksligisten, die Victoria-Pressesprecher Marc Borgmann aber als „nicht dramatisch“ einstufte: „So etwas passiert in der Vorbereitung.“ Viel ärgerlicher als das Ergebnis fand er, dass Rainer Dickbertel in der 15. Minute wegen einer rätselhaften Oberschenkelverletzung ausschied. Bereits in der der Vorsaison musste er deswegen pausieren. Torhüter Bernhard Kemper kassierte in der 60. Minute die Gelb-rote Karte. Gelb sah er für ein Foul, das zu einem Elfmeter führte. Weil er nach dem folgenden Treffer meckerte, zeigte der Schiedsrichter die Ampelkarte. Der Ehrentreffer zum 6:1-Endstand
gelang Andreas Dreichel in Unterzahl (70.).

Westfalenblatt Gütersloh
Die Kicker vom Holzhofstadion sind unterdessen beim SC Peckeloh unter die Räder gekommen Gegen den Bezirksligisten verlor Victoria Clarholz mit 1:6. Eine Niederlage, der man in Clarholz keine große Bedeutung zukommen lässt: »Die Zeit, dass man Euphorie aus einer Vorbereitung mitnimmt, ist vorbei. Bei einer guten Vorbereitung wird die Serie schlecht, bei einer schlechten die Serie gut«, sagt Pressesprecher Marc Borgmann, »da kann man nichts ableiten.« Deswegen hält die Mannschaft von Trainer Frank Scharpenberg die Füße still. Gegen Peckeloh stand es zur Pause 0:3, nach einer Stunde 0:6. Allein vier Mal netzte übrigens der Ex-Spexarder Matthias Gök ein. Den Treffer für die Victoria erzielte Andreas Dreichel in der 70. Minute.

Westfalenblatt Halle

6:1 - Gök schießt Clarholz ab

Die Sponsoren waren eingeladen, und auch sie staunten nicht schlecht. Der heimische Bezirksligist fegte die klassenhöheren Gäste vom Platz. »Das verstehe ich selber nicht so richtig, schließlich haben wir bisher nur Grundlagentraining gemacht.« Peckelohs Coach Arno Hornberg sah einen bärenstarken Auftritt seiner Schützlinge: »Wir waren griffig, haben die Zweikämpfe gewonnen, schnell umgeschaltet und super kombiniert.« Rückkehrer Matthias Gök stellte mit vier Toren seine Klasse unter Beweis. Außerdem trafen Okay Parlar und Osman Solmaz.

Freitag, 22. Juli 2011

Teamfoto 2011/2012


hintere Reihe von links: Niko Reimer, Manuel Reuter, Christopher Hankemeier, Rainer Dickbertel, Tim Junker, Stefan Kretschmer
mittlere Reihe von links: Fußballobmann Bernhard Uphus, Alexander Deitert, Co-Trainer Tobias Feldmann, Andrè Grunwald, Carsten Ostfechtel, Martin Wellmeyer, Daniel Ewerszumrode, Michael Topp, TW-Trainer Frank Topmöller, Trainer Frank Scharpenberg, Betreuer Marc Borgmann, Physiotherapeutin Corinna Everszumrode
vordere Reihe von links: Andreas Dreichel, Sascha Otte, Timo Biegel, Gereon Wessel, Bernhard Kemper, Sebastian Heß, Jannik Walthart, Turgay Dundar
oben eingefügt: Ugur Gözsüz, Nils Meisterernst

Dienstag, 19. Juli 2011

Saisonauftakt gegen Aufsteiger Barntrup

Zum Saisonauftakt trifft die Victoria im heimischen Holzhof auf den Aufsteiger RSV Barntrup. Anschließend steht das erste Auswärtsspiel ebenfalls bei einem Aufsteiger, der Spvg. Steinhagen, an!

Den kompletten Spielplan gibt es hier!

WB: Scharpenbergs Abschied

Der ehemalige Fußball-Profi nur noch Trainer beim Landesligisten

Herzebrock-Clarholz (WB). Der Holzhof im Herzen von Clarholz ist eine einzige Baustelle. Die Gemeinde verlegt rund um das Gelände neue Abwasserrohre - zwei Wochen rollen beim TSV Victoria noch die Bagger.
Besser hat's da schon Frank Scharpenberg: Sein Team bleibt weitesgehend zusammen und nur fünf Neuzugänge müssen »eingebaut« werden. Im Großen und Ganzen kann der Landesligist auf die Qualität setzen, die ihn im Vorjahr als Aufsteiger auf Rang zwölf geführt hat. Es hätte nach einer tollen Hinrunde sogar noch höher hinausgehen können, doch am Ende brach die Victoria regelrecht ein. »Das bereitet mir jetzt aber keine Kopfschmerzen mehr. Wir wissen, woran das lag«, verweist Scharpenberg auf die Tatsache, im Saisonendspurt die zweite und dritte Mannschaft mit Spielern unterstützt zu haben. Zudem sei durch den frühen Klassenerhalt die Luft ein wenig rausgewesen.
Das gilt im übertragenen Sinne auch für den ehemaligen Spielertrainer selbst. Auf der offiziellen Kaderliste wurde »Scharpi« vom TSV-Pressesprecher und dritten Vorsitzenden Marc Borgmann in die Kategorie »Abgänge« gesetzt. Soll heißen: Seine aktive Laufbahn beendet der Ex-Profi Scharpenberg nun endgültig und beschränkt sich in Clarholz nun voll und ganz auf das Traineramt. »Jetzt ist der Kader im Schnitt auch deutlich jünger«, scherzt der 39-Jährige.
Ersatz für den Coach hat der TSV indes gerade im Defensivbereich gefunden. Andre Grunwald und Stefan Kretschmer, der das Training beim Westfalenligisten FC Gütersloh aus zeitlichen Gründen nicht mehr gestemmt bekam, haben ihre Fähigkeiten in so manchem Spiel schon unter Beweis gestellt. Neben Alexander Deitert bekommen die A-Jugendlichen Turgay Dundar und Jannik Walthart ebenfalls die Chance, ihr Landesliga-Potenzial im Holzhofstadion zu zeigen. »Vielleicht brauchen sie ein bisschen Zeit, aber ich glaube, dass uns alle fünf weiterbringen werden«, hofft Scharpenberg.
Sein Saisonziel hat er übrigens nicht verändert. »Für uns geht es nur darum, nicht abzusteigen.« Das wird in der kommenden Serie ja auch schwierig genug, denn durch den vermehrten Abstieg können theoretisch sechs Teams in die Bezirksliga wandern. Mit RW Ahlen steht der erste Absteiger - zum Glück für die Victoria - aber schon fest. In der Meisterschaft glaubt Scharpenberg übrigens, dass der finanzstarke SV Rödinghausen das Rennen machen wird: »Aber ehrlich gesagt, denke ich an diese Regionen überhaupt nicht.«

NW: Scharpenberg nur noch Trainer

Landesligist Victoria Clarholz fühlt sich besser aufgestellt als im Vorjahr

Herzebrock-Clarholz. Der TSV Victoria Clarholz geht mit einer kaum veränderten Mannschaft in die Landesliga-Saison. Nichts Außergewöhnliches für einen der letzten sachlich und unaufgeregt geführten Klubs im überkreislichen Fußball.

Kein Wunder also, dass Frank Scharpenberg keinerlei Aufhebens davon macht, dass mit Beginn dieser Spielzeit seine aktive Spielerkarriere der Vergangenheit angehört. Der 39-Jährige blickt auf 222 Zweitliga-Einsätze zurück, wird seine Erfahrungen jetzt ausschließlich in den Übungseinheiten und von der Trainerbank aus an die Spieler weitergeben. Neben Scharpenberg wird im Clarholzer Spiel mit Öczan Sehit ein weiterer Routinier fehlen. Sehit ist aus beruflichen Gründen nach Bielefeld gezogen und hat sich für den Wechsel zum SV Avenwedde entschieden. „Zwei gehen, zwei gestandene Akteure kommen, und drei talentierte Jungs wollen ins Team“, schildert Scharpenberg die Ausgangslage, die folgerichtig erwarten lässt: „Wir sind besser aufgestellt als im letzten Jahr.“

Andre Grunwald und Stefan Kretschmer sollen im eingespielten Team Führungsrollen übernehmen, während Jannik Walthart, Turgay Dundar und Alexander Deitert über kurz oder lang in die Startelf rücken sollen. „Alle fünf werden uns weiterhelfen, sonst hätten wir sie nicht geholt“, erklärt Scharpenberg, dem es wichtig ist, „spielerisch guten Fußball zu zeigen.“ Gepöhle will ich nicht sehen.“ Auf einen Tabellenrang will er sich nicht festlegen. Die von den höheren Klassen abhängige Anzahl von Auf- und Absteigern machen die Saison zusätzlich spannend. Die Victoria hat die Qualität zu einem sicheren Rang im Mittelfeld. Auch ohne den Spieler Frank Scharpenberg.

Die Glocke: Anstoß im Clarholzer Holzhofstadion

Frank Scharpenberg macht ab sofort nur noch den Trainer

Herzebrock-Clarholz (rast). Klein, aber fein soll es bei den Fußballern von Victoria Clarholz in der Landesliga weitergehen. Mit lediglich einem echten Abgang unterstreichen die Clarholzer einmal mehr ihren familiären Vereinscharakter.

Und selbst Özcan Sehit wäre wohl noch geblieben, wenn er die Fahrerei von seinem Studienort Bielefeld hinbekommen hätte. Gleichzeitig verstärkt die Victoria mit fünf Neuzugängen in erster Linie das defensive Mittelfeld und die Abwehr. „Schon komisch, wenn man bedenkt, wie wenig Tore wir geschossen haben“, schmunzelt Trainer Frank Scharpenberg wissend.

In erster Linie konstanter soll das Spiel seiner Elf zukünftig werden, obwohl er die rumpelige Rückrunde der vergangenen Saison längst zu den Akten gelegt hat. „Da bringen uns alle fünf neuen Spieler voran“, sieht Scharpenberg sowohl in den gestandenen Spielern, als auch in den „Talenten“ das Potenzial zum Sprung in die erste Elf.

Die „fantastischen Fünf“ müssen nicht nur vor dem Hintergrund des relativ kleinen Kaders gut funktionieren. Schließlich sieht der Victoria-Coach angesichts der zum Teil sehr ordentlich aufgerüsteten Konkurrenz eine klar schwerere Liga auf sich zu kommen. Das heißt aber auch, dass der Trainer die „Negativspirale“, die Clarholz in der vergangenen Serie auf den nicht repräsentativen zwölften Platz absacken ließ, auf keinen Fall gebrauchen kann. Immerhin können durch die Spielklassenreform bis zu sechs Teams absteigen.

Neben dem konstanteren Auftreten seiner Jungs, möchte Scharpenberg vor allem vernünftigen Fußball präsentieren. „Ich will keine blindes Gepöhle. Das ist nicht mein Ding“, sehnt er Fußball-Feinkost herbei.

Feinkost versprechen auch die hochgerüsteten Titelanwärter. „Namhaft verstärkte Mannschaften sind auch kein Garant für den Aufstieg, wie die Erfahrung zeigt. Außerdem interessieren mich diese Regionen überhaupt nicht“, so der 39-Jährige. Viel lieber setzt der Ur-Clarholzer auf beständige Entwicklungsarbeit.

Mit Frank Topmöller, der auch in der Reserve und der A-Jugend aktiv ist, komplettiert jetzt auch ein Torwarttrainer das Trainergespann. Und durch den kleinen Kader bedingt, bleibt die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Mannschaften gewahrt, da von unten immer wieder Nachwuchskräfte oben in der Landsliga aushelfen sollen.