Sonntag, 11. April 2010

28.Spieltag: SV Häger - Victoria 2:3 (1:0)

TSV: Wessel - Topp (70. Heß), Gözsüz, Scharpenberg, C.Ostfechtel - Junker, Wellmeyer (78. Cayiroglu) - Wieck, Meisterernst (53. Biegel) - Hankemeier, Otte

Tore: 1:0.Diemann (11.), 1:1.Gözsüz (62./FE), 1:2.Otte (75.), 1:3.Otte (83.), 2:3.Smajli (90.)

Neue Westfälische
Scharpenberg findet nur das Ergebnis gut
Herzebrock-Clarholz (msc).
Der TSV Victoria Clarholz hat mit einem mühevollen 3:2-Arbeitssieg beim Abstiegskandidaten
SV Häger seine Tabellenführung in der Fußball-Bezirksliga, Staffel 2, ausgebaut.Der Spitzenreiter profitierte dabei von der Niederlage seines ersten Verfolgers Spvg. Steinhagen in Marienfeld. „Jetzt können wir wieder aus eigener Kraft Meister werden“, freute sich Frank Scharpenberg über den Drei-Punkte-Vorsprung seiner Mannschaft. Mit dem Auftritt des Aufstiegskandidaten war der Spielertrainer trotzdem nicht zufrieden: „Ich bin enttäuscht, weil die richtige Einstellung fehlte.“ Das Gastspiel beim Drittletzten hatte sich Scharpenberg anders vorgestellt. Die Platzherren stemmten sich mit aller Macht gegen die vierzehnte Saisonniederlage und gingen durch Marcel Diemann nicht unverdient in Führung. Erst als die Kräfte beim SV Häger nachließen und die ohne ihren an der Leiste operierten Stürmer Andreas Dreichel angetretenen Clarholzer noch eine Schüppe drauflegten, kippte die Partie.

Westfalenblatt Gütersloh
Dank Otte wieder spitze

Clarholz gewinnt 3:2

Häger (dm). Nach zweiwöchiger Abstinenz hat Victoria Clarholz wieder auf dem Thron der Fußball-Bezirksliga Platz genommen. Dank des 3:2 (0:1)-Auswärtssieges beim Kellerkind SV Häger liegen die Holzhofkicker drei Zähler vor Steinhagen.
»Das war ein härteres Stück Arbeit als uns lieb war«, so TSV-Pressesprecher Marc Borgmann. Nach dem frühen Rückstand vergeben Sascha Otte und Christopher Hankemeier je zwei klare Torchancen, doch erst der Elfmeter bringt die Wende. Am Ende ist auf den »Oldie-but-Goldi«-Otte Verlass und die Clarholzer nehmen die drei Punkte verdient mit auf den Rückweg. Borgmann: »Gott sei Dank haben wir die Vorlage der Spielvereinigung genutzt. Nun sind wir mal wieder vorne.« Vielleicht ja bis zum Schluss. . .

Westfalenblatt Halle
Bittere 2:3-Pille gegen den Primus
Bezirksliga: HSV-Kampf unbelohnt
We r t h e r - H ä g e r (hosh).
Haarscharf haben die Kicker des Fußball-Bezirksligisten SV Häger eine faustdicke Überraschung
verpasst. Doch am Ende stand gegen den neuen Tabellenführer Viktoria Clarholz eine bittere 2:3
(1:0)-Pleite zu Buche. Viel Einsatz und hohen läuferischen Aufwand setzten die HSV-Kicker der Spielkultur der Clarholzer entgegen. In der ersten Halbzeit musste Hägers Torwart Guido Freitag dennoch zwei Mal gegen Christopher Hankemeier seine ganzes Können aufbieten,
um die Führung zu sichern. Die hatte Marcel Diemann bereits nach zwölf Minuten bersorgt. Nach dem Seitenwechsel kamen die Clarholzer dann zu deutlich mehr Torchancen. Doch Freitag konnte erst per Elfmeter bezwungen werden. Zuvor soll Diemann Michael Topp gefoult haben. Clarholz drückte nun auf die Führung, aber Torjäger Sascha Otte blieb trotz bester Möglichkeiten ein Treffer versagt – vorerst. Auf der Gegenseite ein ähnliches Bild: Gökay San und Tim Schlüter brachten bei einer Doppelchance den Ball aus kürzester Distanz nicht im Tor unter. Das bestrafte Otte dann umgehend und eiskalt, ehe Cen Smajli noch abschwächte.

Haller Kreisblatt
Lob vom neuen Spitzenreiter
SV Häger - TSV Victoria Clarholz 2:3 (1:0)
Häger (helm). Sekunden vor dem Abpfiff rückte die Überraschung noch einmal in greifbare Nähe. Als Marcel Diemann den direkten Freistoß aus 20 Metern aber knapp neben das Tor des Gegners gesetzt hatte, war die 2:3 (1:0)-Niederlage von Fußball-Bezirksliga-Kellerkind SV Häger gegen den neuen Spitzenreiter TSV Victoria Clarholz besiegelt. Diemann hatte den Außenseiter in der zwölften Minute mit 1:0 in Führung gebracht und war als Vorbereiter auch an Cem Smajlis Anschlusstor zum 2:3 in der Nachspielzeit beteiligt. Die rund 80 Minuten dazwischen gehörten jedoch eindeutig den Gästen, die sich ein klares Chancenplus herausgespielt
hatten. „Verdient“, fand Hägers Coach Jörg Müller-Paulsen deshalb das Endresultat, attestierte seiner arg dezimierten Mannschaft jedoch zugleich anerkennend, dass sie „läuferisch an ihre Grenze gegangen ist“. Tatsächlich hatten es die Gastgeber ihrem stark verbesserten Kampfgeist zu verdanken, dass sie bis weit in die zweite Halbzeit hinein auf Bonuszähler im Abstiegskampf hoffen durften. Häger verteidigte seinen Vorsprung mit Mann und Maus, und wenn doch einmal ein Clarholzer Angriff den Weg durch die aufmerksame Abwehr fand, war der beste SV-Akteur, Torwart Guido Freitag, zur Stelle. So bedurfte es schon eines elfmeterreifen Fouls von Patrick Michel, um die Gäste wieder in die Spur zu bringen. Gegen Gözsüz’ Strafstoß (62.) zum 1:1 war Freitag machtlos. Danach wurde es turbulent. Innerhalb von zwei Minuten hatten
beide Teams den Torschrei auf den Lippen. Zunächst scheiterte Clarholz’ Biegel am Pfosten (64.), dann hielt Freitag gegen Sascha Otte, der seinen Kopfball hinter der Linie wähnte (65.). Auf der Gegenseite hatten Tim Schlüter und Gökay San aus kürzester Distanz die Riesenchance zum 2:1 (66.). „Wenn wir da nochmal in Führung gehen, knickt Clarholz vielleicht ein“, trauerte Müller-Paulsen der Gelegenheit nach. Stattdessen machte Otte mit zwei Treffern (73., 87.) den standesgemäßen Clarholzer Sieg perfekt. Auch Victoria-Trainer Frank Scharpenberg hatte hinterher ein Lob für den Gegner parat. „Erstaunlich, dass Häger so weit unten steht“, sagte er. Vom Auftritt der eigenen Mannschaft war der Ex-Profi indes wenig erbaut. Sein Fazit: „Wir haben lange Zeit nicht die richtige Einstellung zu Platz und Gegner gefunden. Das einzige Positive für uns waren heute die drei Punkte.“

Die Glocke

Montag, 5. April 2010

27.Spieltag: Victoria - TuS Friedrichsdorf 5:0 (2:0)

TSV: Wessel - Topp, Gözsüz, Scharpenberg (76. C.Ostfechtel), Heß - Junker, Wellmeyer (59. Kuchorz) - Wieck, Meisterernst (61. Cayiroglu) - Hankemeier, Otte

Tore: 1:0.Wieck (10.), 2:0.Hankemeier (26.), 3:0.Otte (60.), 4:0.Cayiroglu (78.), 5:0.Otte (86.)

Neue Westfälische
Scharpenberg-Elf bestätigt Ambitionen
Herzebrock-Clarholz (msc). Der Tabellenzweite TSV Victoria Clarholz hat gestern den TuS Friedrichsdorf mit 5:0 besiegt und nach Punkten wieder mit der SpVg. Steinhagen, dem Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga, Staffel 2, gleichgezogen. Die Elf von Spielertrainer Frank Scharpenberg liegt nach dem Ausrutscher der Steinhäger mit dem 0:0 in Peckeloh nur noch wegender schlechteren Tordifferenz auf Platz zwei. Der Sieg gegen Friedrichsdorf fiel allerdings zu hoch aus. Die Schützlinge von Trainer Ricardo Alvarez verkauften sich auf dem Kunstrasenplatz am Holzhof nämlich gut. Vielleicht wäre die Partie sogar gekippt, wenn Tolga Karaarslan in der 51. Minute seinen Freistoß verwandelt und das Tor nicht knapp verfehlt hätte. Die gute Leistung der abstiegsgefährdeten Gäste lobte sogar der Clarholzer Trainer Frank Scharpenberg. In der Schlussphase setzte sich dann aber die spielerische Qualität des Aufstiegsaspiranten durch. Die Moral der Gäste war jedenfalls nach dem 3:0 durch den schlitzohrigen Sascha Otte gebrochen. Der eingewechselte Levent Cayiroglu schoss das 4:0, und Otte setzte mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt hinter ein interessantes Kreisderby. Die letzte Chance hatte Friedrichsdorfs David Pascher. Dem Manndecker blieb nach einer schönen Einzelleistung der verdiente Ehrentreffer indes verwehrt.

Westfalenblatt
Clarholzer Osterhasen sind ganz fleißig

Victoria legt dem TuS Friedrichsdorf fünf »Eier« ins Nest - Steinhagens Patzer ausgenutzt

Von Daniel Moßbrucker
Herzebrock-Clarholz (WB). Victoria Clarholz steht kurz vor der Rückeroberung der Tabellenführung. Nach dem Remis des Spitzenreiters Steinhagen trennen die »Clarholzer Osterhasen« nur noch vier Tore vom Platz an der Sonne. Im Kreisduell gegen den TuS Friedrichsdorf legen sie dem Gast fünf »Eier« ins Nest.

»Tippe«-Coach Ricardo Alvarez kann mit der Gastfreundschaft indes nicht viel anfangen. Über das Begrüßungsei am Eingang des Holzhofstadions hat er sich noch gefreut - über die TSV-Gala weniger. »Clarholz hat das super gespielt. Die Punkte bleiben verdient hier«, lobt der Spanier die Gastgeber. Gleichzeitig ist er von seiner Elf auch ein wenig enttäuscht. »Wir hätten die Zweikämpfe besser annehmen müssen. Aber es ist gegen so eine Spitzenmannschaft auch nicht einfach. Ich war ja schließlich selber mal Spieler«, so Alvarez.
Am Holzhof wird schnell klar, dass die Mini-Serie des TuS reißen wird. Nach vier Zählern aus zwei Partien beendet Mario Wieck früh alle Friedrichsdorfer Punkte-Träume. Für die mutlos agierenden Roten geht es häufig einfach zu schnell, wenn die Turbo-Offensive der Gastgeber ins Rollen kommt.
Dass Andreas Dreichel fehlt - fällt nach seiner Leisten-OP drei Wochen aus - soll nicht auffallen. Christopher Hankemeier ersetzt ihn nach 25 Minuten blendend und erzielt mit dem 2:0 die Vorentscheidung. TSV-Spielertrainer Frank Scharpenberg: »Zur Halbzeit ist das Match gelaufen.«
Die Gäste sehen das anders. Sie kommen flott aus der Kabine und haben nach dem Wechsel mehr vom Spiel. Wenn Tolga Karaarslans Freistoß nicht knapp am Kasten vorbeischrammt (51.), kann das Spiel vielleicht nochmal kippen. Wenn. »Das 3:0 fällt zur rechten Zeit«, erinnert sich Scharpenberg gerne an die tolle Kombination zum dritten Treffer.
»Danach ist unsere Motivation weg. Aber das Auftreten der Jungs hat sich in den letzten Wochen verbessert«, schätzt Alvarez richtig ein. Durch das Traumtor vom eingewechselten Levent Cayiroglu und den zweiten Otte-Streich fällt das Ergebnis dann zu hoch aus - was Siggi Meyer stört: »Fünf Stück zu kriegen ist demoralisierend. Wir sind nicht zufrieden.«
»Der Alte« weiß aber auch, dass der TuS nun gegen Wellensiek die Punkte holen muss - und Clarholz gegen Häger. Dass die Victoria wieder voll drin ist im Meisterrennen, lässt Scharpenberg kalt: »Wir schauen nur auf uns!«

Die Glocke

Dienstag, 30. März 2010

Kurios: Hess vom Referee gewürdigt

»Außerordentlich fair«

Herzebrock-Clarholz (dm). Die lange Liste der Fußball-Kuriositäten ist um einen Punkt länger: Nach dem Bezirksliga-Derby FSC Rheda gegen Victoria Clarholz (1:1) fertigte Schiedsrichter Edmund Studinski einen Sonderbericht an. Nicht wegen Fan-Ausschreitungen, nicht wegen Unsportlichkeit der Akteure, sondern aufgrund des »außerordentlich fairen Verhaltens« des Clarholzer Sebastian Hess.
»So etwas habe ich noch nie gelesen«, staunte TSV-Pressewart Marc Borgmann am Sonntag, als er sich den Spielbericht durchlas. Im Verzeichnis »Sonstige Vorkommnisse« schreibt der Bielefelder Studinski: »Der Spieler Sebastian Hess wurde im gegnerischen Strafraum gefoult, ließ sich aber nicht fallen sondern suchte den Torschuss, der ihm leider misslang. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:0 für Rheda. Eine wirklich sehr faire und sportliche Aktion.«
Der Referee spielt damit auf eine Szene in der 79. Minute an, als Hess vom Rhedaer Iwan Dirksen ins Straucheln gebracht wurde, es aber vorzog, eine Flanke zu schlagen. »Warum lässt er sich nicht fallen?«, fragte Victorias Keeper Gereon Wessel lautstark. Durch den eventuellen Elfmeter-Treffer hätte Sascha Ottes Last-Minute-Treffer in der 92. Minute dann sogar den 2:1-Sieg bedeutet. Hätte, hätte - Ob sich das wohl auch Sebastian Hess denkt, wenn Steinhagen am Mittwoch sein Nachholspiel gewinnt und an Clarholz vorbeizieht?

Sonntag, 28. März 2010

26.Spieltag: FSC Rheda - Victoria 1:1 (0:0)

TSV: Wessel - Wieck (46. Topp), Gözsüz, Scharpenberg, Heß - Junker (83. Kuchorz), Wellmeyer - Sehit, Otte - Hankemeier (68. Meisterernst), Dreichel

Tore: 1:0.Lepper (59.), 1:1.Otte (90.)

Neue Westfälische
Tempo bis zum Schluss

FUSSBALL: Bezirksligaderby FSC Rheda – Clarholz endet 1:1

VON MARKUS SCHUMACHER


Rheda-Wiedenbrück. Der schlitzohrige Stürmer Sascha Otte hat den TSV Victoria Clarholz wieder an die Tabellenspitze der Staffel 2 der Fußball-Bezirksliga geschossen. Der 35-Jährige traf 30 Sekunden vor dem Ende des Nachbarschaftsduells beim FSC Rheda zum glücklichen 1:1-Endstand. Für die engagiert aufgetretenen Platzherren war das Remis gegen den Primus wie eine „gefühlte Niederlage“.


Der FSC war nach einer tollen ersten Halbzeit mit gleich drei sehr guten Möglichkeiten das aktivere Team im Angriff. Aus der dicht gestaffelten Abwehrkette, die nur beim Gegentreffer ihres ehemaligen Teamkameraden Otte nicht im Bilde war, boten sich Sebastian Henkel (16./18.) und Manuel Reuter (33.) die Chance zur Führung.


Das Sturm-Trio der Victoria war dagegen so gut wie abgemeldet. Der schnelle Andreas Dreichel, der bei Lars Beuckmann in besten Händen war, konnte kaum Impulse setzen. Das hohe Tempo setzte Rheda im zweiten Durchgang fort. Die Überraschung in der niveauvollen Partie schien nach dem 1:0-Treffer von Sascha Lepper zum Greifen nah. Eine Flanke von Andreas Petermann hatte der Stürmer eiskalt gegen TSV-Torwart Gereon Wessel vollstreckt.


Die Führung auszubauen, war dann allerdings nicht mehr das Ziel der Platzherren. Die Gäste drängten auf den Ausgleich und erzwangen bei ihrer Schlussoffensive den Erfolg. Der bis dahin unauffällige Sascha Otte war zur Stelle und traf ungehindert aus fünf Metern zum Ausgleich, der nach Ansicht seines Trainers Frank Scharpenberg gerecht war. „Ich kann mit dem Punktgewinn leben, weil Rheda eine starke Mannschaft ist. Die Zuschauer sahen ein gutes Spiel mit viel Tempo.“ Sein Pendant Markus Graskamp war wegen des späten Gegentreffers etwas traurig. „Schade. Wir hatten die besseren Chancen und haben kaum etwas zugelassen. Den Jungs mache ich trotzdem ein großes Kompliment, weil sie sehr gut aufgetreten sind.“


Westfalenblatt
Ottes spätes Glückstor macht Rheda rasend

Der erste Patzer: Clarholz nur remis in der Fürstenstadt

Von Daniel Moßbrucker
Rheda-Wiedenbrück (WB). 30 Sekunden trennen Victoria Clarholz vom »Super-GAU«. Im Derby beim FSC Rheda tritt der Primus nicht zwingend genug auf und läuft einem verdienten 0:1-Rückstand hinterher. Bis Sascha Otte seinem TSV in der 92. Minute doch noch einen Punkt rettet.

Dennoch: Für den Titelanwärter vom Holzhof ist das 1:1 (0:0) beim Nachbarn viel zu wenig. Zwar erobert der Vize-Meister damit die Tabellenführung zurück, doch Verfolger Steinhagen kann im Nachholspiel nun auch nach Punkten wieder an Clarholz vorbeiziehen. Victoria-Spielertrainer Frank Scharpenberg macht nach dem Schlusspfiff trotzdem ein zufriedenes Gesicht: »Das Remis ist glücklich. Mit dem Punkt können wir gut leben.«
Oh ja: Besonders im ersten Abschnitt spielen am Kunstrasenplatz an der TSG-Kampfbahn nur die Fürstenstädter. Erst scheitert FSC-Kapitän Sebastian Henkel am Pfosten (16.), dann entschärft TSV-Keeper Gereon Wessel einen Drehschuss von Henkel (19.). Spätestens nach der Doppelchance von Manuel Reuter und Andreas Petermann (33.) sowie dem erneuten Pfosten-Pech durch Sascha Lepper (37.) ist klar: Rheda ist das bessere Team, nur das Tor fehlt.
»Vom Spiel her war es ausgeglichen, aber meine Mannschaft hat sich die besseren Möglichkeiten herausgespielt«, resümiert Markus Graskamp später. Als Sascha Lepper - dieses Mal mit hellblauem Schuhwerk unterwegs - die Überlegenheit mit seinem Kopfballtreffer auch auf Papier bringt, riecht es Überraschung. Stolpert der Primus ausgerechnet beim Nachbarn?
»Wir haben noch Zeit«, ruft Frank Scharpenberg immer wieder. Die Victoria ist aber zu ideenlos, rennt eher undurchdacht an. Dass Sascha Otte der Ball in der Nachspielzeit vor die Füße fällt, ist Zufall. Der Rest ist Vollstrecker-Qualität von dem Mann, der am Mittwoch seinen 36. Geburtstag feiert. Glück gehabt!
»Ich habe auf die Uhr geschaut. 30 Sekunden der Nachspielzeit waren noch zu spielen«, hadert ein enttäuschter Markus Graskamp: »Einmal waren wir zu passiv, leider hat's geschnackelt. Für mich ist das eine gefühlte Niederlage!« Pendant Scharpenberg freut sich indes darüber, dass sein Team nicht verloren hat. Ob er das nach Steinhagens Nachholpartie am Mittwoch gegen Wiedenbrück immer noch so locker sieht?

Die Glocke

Sonntag, 21. März 2010

25.Spieltag: Aramäer Gütersloh - Victoria 2:4 (0:3)

TSV: Wessel - Wieck (78. Meisterernst), Gözsüz, Scharpenberg, Heß - Junker (68. Cayiroglu), Wellmeyer - Sehit, Otte - Hankemeier (58. Topp), Dreichel

Tore: 0:1.Sehit (15.), 0:2.Dreichel (18.), 0:3.Hankemeier (41.), 1:3.Siegel (67.), 1:4.Wellmeyer (81.), 2:4.Singendonk (88.)

Neue Westfälische
Pflichtaufgabe sicher erfüllt
Bezirksligist Victoria Clarholz siegt 4:2 bei den Aramäern Gütersloh
Gütersloh (msc). Der TSV Victoria Clarholz hat die Tabellenführung in der Staffel 2 der Fußball-Bezirksliga mit einem 4:2-Auswärtssieg bei Aramäer Gütersloh sicher verteidigt und führt weiter mit drei Vorsprung vor der Spvg. Steinhagen, die den SV Häger mit 6:0 düpierte. Für die im Abstiegskampf steckenden Platzherren gab es gestern die Erkenntnis, dass der Spitzenreiter eine Nummer zu groß war und die Punkte für den Klassenerhalt gegen andere Konkurrenten eingefahren werden müssen. Mit 21 Punkten werden die Aramäer auf dem 11. Tabellenplatz geführt und besitzen nur einen Punkt Vorsprung auf die gefährdeteten Ränge. Der Primus zeigte seine Stärke besonders im ersten Durchgang und löste die Pflichtaufgabe sehr ordentlich. Bis zur 41. Minute hatten Özcan Sehit (15.), Andreas Dreichel (18.) und Christopher Hankemeier (41.) eine 3:0-Führung herausgearbeitet, die Messe war für die Aramäer damit zur Pause gelesen. Die Mannschaft von Spielertrainer Görgis Keles steckte zwar nie auf und kämpfte mit Leidenschaft gegen das Spitzenteam aus Clarholz. Nach dem dritten Gegentor hatten sich die Gütersloher etwas Luft verschafft und kamen durch Stefan Siegel zum 1:3-Anschlusstreffer (67.). Im Folgenden übernahmen die Aramäer mehr Spielanteile und erarbeiteten sich eine Reihe von guten Chancen. Die Gäste schalteten einen Gang zurück und überwanden die Aramäer-Abwehr nur noch einmal, als Martin Wellmeyer den Treffer zum 4:1 herausholte (81.). Die Hintermannschaft der Keles-Elf wurde von Mittelfeldregisseur Angel Martinez als Libero geführt, weil er wegen einer Darmund Magenerkrankung geschwächt war.

Westfalenblatt
Keles will TSV kitzeln - aber Victoria zu stark

Aramäer kassieren 2:4-Heimschlappe gegen den Primus

Von Daniel Moßbrucker
Gütersloh (WB). Die Marschroute vor dem Kreisduell ist klar: »Wir wollen den TSV kitzeln«, gibt Aramäer-Spielertra
iner Görgis Keles vor. Nach 90 Minuten »Kitzeln« kichert die Victoria wirklich. Aber nur deshalb, weil Clarholz mit dem 4:2 (3:0)-Auswärtssieg am Pavenstädter Weg die Tabellenführung verteidigt.

Überraschung verpasst, Konkurrenz im Nacken. Es ist gestern nicht der Nachmittag der Aramäer Gütersloh. »Ich habe den Jungs gesagt, dass wir eine Chance haben. Dennoch waren wir zu ängstlich«,gibt Keles nach dem Schlusspfiff zu, einen Punkt nicht verdient zu haben.
Gegen einen stark aufspielenden Primus ist es allerdings auch alles andere als einfach: Besonders in den ersten zwanzig Minuten zeigt die Holz hof-Elf tollen Kombinationsfußball und geht durch den Doppelschlag von Sehit/Dreichel verdient in Front. Erst danach wagen es die Aramäer, ihre Offensivleute zu bedienen.
Es ist die beste Phase im Spiel der Gastgeber, die erst durch die Traumkombination und den erfolgreichen Abschluss durch Hankemeier (41.) gestoppt wird. »Nach dem 2:0 haben wir einen Gang zu viel rausgenommen. Das 3:0 kam zur rechten Zeit«, so TSV-Spielertrainer Frank Scharpenberg, für den die Partie damit gelaufen war.
Im zweiten Abschnitt verwaltet der Tabellenführer das Ergebnis. Aus dem Mittelfeld schicken Wellmeyer & Co. immer wieder die drei Spitzen auf die Reise. Doch entweder pfeift Schiedsrichter Christian Zinneker die Angreifer wegen Abseitsstellung zurück oder Sascha Otte lässt Aramäer Keeper Besim Dilmenc glänzen (56./68.). Die Treffer der Gastgeber sind fortan kein Ausdruck einer knappen Partie, sondern Lohn für eine engagierte zweite Halbzeit.
»Wir waren zu passiv in vielen Aktionen. Gegen den Spitz enreiter ist das zu wenig«, gibt Görgis Keles zu. Seinem Pendant gratuliert er beim Abgang vom Kunstrasen schon mal zum Titel: »Frank, ihr spielt so abgeklärt, ihr macht das schon!«
Davon will der 38-Jährige nichts wissen. Fazit: »Pflicht erfüllt! Die Hürde haben wir gemeistert.« Einzige Kritik ist die Chancenauswertung in Abschnitt zwei. Die kann ja im Derby gegen Rheda wieder besser werden.

Die Glocke

Sonntag, 14. März 2010

24.Spieltag: Victoria - SC Wiedenbrück 2000 II 3:2 (1:2)

TSV: Wessel - Heß (65. Wieck), Gözsüz, Scharpenberg, Ewerszumrode - Junker, Wellmeyer - Sehit, Otte (86. Tutkun) - Hankemeier (65. Meisterernst), Dreichel

Tore: 1:0. Nepke (3./ET), 1:1.Balov (18.), 1:2.Kerek (35.), 2:2.Ewerszumrode (75.), 3:2.Wellmeyer (90.)

Neue Westfälische
Spitzenreiter kegelt SCWII aus dem Rennen
FUSSBALL: Bezirksligist Victoria Clarholz siegt 3:2
Herzebrock-Clarholz (msc).Der TSV Victoria Clarholz hat die Tabellenführung in der Staffel 2 der Fußball-Bezirksliga verteidigt. Der Titelanwärter besiegte gestern seinen Verfolger SC Wiedenbrück II mit 3:2. Für die Reserve des NRW-Ligisten ist der Meisterschaftszug bei nun schon elf Punkten Rückstand abgefahren. Die 1. Halbzeit ging klar an die Wiedendrücker. Das Eigentor von Ilja Nepke zum 1:0 (2.) für die Victoria bogen Igor Balov und Selcuk Kerek in eine 2:1-Führung um. Bei zwei guten Chancen der SCW-Angreifer reagierte der Clarholzer Torwart Gereon Wessel klasse. Die Gestaltung der 2. Halbzeit übernahm die Elf von Frank Scharpenberg. Das verdiente 2:2 fiel in der 82. Minute,und in der Nachspielzeit glückte Martin Wellmeyer das 3:2. Mit dem vom Tabellenführer angeschlagenen hohen Tempo waren die Gäste nicht mehr mitgekommen. Überschattet wurde das Spitzenspiel von der Verletzung André Grunwalds. Der SCW-Routinier kugelte sich die Schulter aus und wurde mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus gebracht. Schiedsrichter Klaus Münstermann (Oesterweg) hatte die faire Begegnung für zehn Minuten unterbrochen.

Westfalenblatt
»Welle« kickt SCW aus dem Titelrennen

Clarholzer Kapitän trifft in der 94. Minute zum 3:2 - Hornberg: »Meisterzug abgefahren!«

Von Daniel Moßbrucker
Herzebrock-Clarholz (WB). Im Titelrennen der Fußball-Bezirksliga ist die nächste Entscheidung gefallen: Nach der unglücklichen, aber selbstverschuldeten 2:3 (2:1)-Niederlage bei Primus Victoria Clarholz geht es für den SC Wiedenbrück II fortan um die goldene Ananas. Der TSV hingegen bleibt dank seines Kapitäns spitze.

»Keine Frage, der Meisterschaftszug ist für uns abgefahren«, steht ein bitter enttäuschter SCW-Coach Arno Hornberg zu seinem Wort. Mit einem Sieg am Holzhof wollte sich der Steinhagener mit seinem Team ins Spitzenduo drängen. Mit dem K.o. in der vierten Minute der Nachspielzeit durch Martin Wellmeyer zerbricht sein Gedankenkonstrukt indes.
Dabei ist seine Mannschaft von Beginn an gut in Schuss. Selbst den Eigentor-Schock nach zwei Minuten - Ilja Nepke zimmert den Ball aus 20 Metern ins eigene Netz - stecken die Emsstädter weg. Igor Balov (18.) sowie Selcuk Kerek (35.) drehen die Partie gegen einen passiven Spitzenreiter. Dass Kerek (22.) und Fetim Syla (27.) nicht früher die Gästeführung markieren, soll sich später rächen.
»Im ersten Abschnitt war uns Wiedenbrück überlegen«, so Victoria-Spielertrainer Frank Scharpenberg. Sein Pendant sieht das genauso, kann sich nach dem Spielschluss darüber aber nicht mehr freuen. »Es darf nicht passieren, dass wir uns so zurückziehen«, mosert Hornberg.
Dass sich ein Trainer ärgert, wenn sein Team in 45 Minuten keinen Torschuss mehr abgibt, ist allerdings verständlich. Der Vize-Meister kommt besser ins Spiel und überrascht den SCW mit schnellen Gegenstößen über die Flügel. Zunächst ändert sich am Spielstand aber nichts, weil Andreas Dreichel einen Konter inkonsequent abschließt (58.), Christopher Hankemeiers Kopfball entschärft wird (71.) und Gästekeeper Roman Benzel Dreichels Fallrückzieher noch ablenken kann (79.).
Schließlich genügt eine Ecke, um den verdienten Ausgleich zu erzielen. Wellmeyers Ball drückt Daniel Ewerszurode per Kopf über die Linie (82.). Wiedenbrück ist geschockt, der TSV lässt aber viele Chancen liegen. Benzel pariert gegen Sascha Otte und Mario Wieck erneut glänzend (84.), Dreichel scheitert ebenfalls. Als die »Elf von der Burg« dann einen ihrer ersten Offensivversuche starten, verliert Fitim Syla das Leder - Martin Wellmeyer schließt den folgenden Konter eiskalt ab. Bitter, doch diese Pleite müssen sich die Wiedenbrücker selbst ankreiden!
Hornberg: »Wir greifen an, sind im Vorteil und kassieren dann den Gnadenstoß. Unglaublich! An den Aufstieg verliere ich keinen Gedanken mehr.« Das ist bei Frank Scharpenberg sicher anders, doch der 38-jährige Routinier gibt sich zurückhaltend: »Das war nicht der entscheidende Sieg. Der Weg ist noch lang.«

Die Glocke

Dienstag, 9. März 2010

Nachholspiele terminiert!

Die dem Winter zum Opfer gefallenen Spiele der Bezirksliga wurden nun neu terminiert:

14.04.10: TuS Solbad Ravensberg - Victoria
21.04.10: TuS Hillegossen - Victoria
05.05.10: Victoria - FC Gütersloh 2000 II

Das Spiel vom 26.Spieltag beim FSC Rheda wurde vom 28.03.10 auf Samstag, den 27.03.10 (16Uhr) vorverlegt!